Wünsch dir was: Spektrum Festival 2014
Und wenn ihr auch welche habt, dann schickt sie uns! Denn wir verlosen unter allen Einsendungen 2×2 Tickets für das Spektrum-Festival. Schreibt einfach eine Mail mit euren Wunschkollaborationen und kurzer Begründung an hey@allgood.de. (Einsendeschluss: Freitag, 25. Juli 2014, 12 Uhr. Die beiden Gewinner benachrichtigen wir am Freitag-Nachmittag per E-Mail.)
Update – 25. Juli:
Die beiden Gewinner wurden soeben per Mail benachrichtigt. Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank an alle Teilnehmer!
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01 Gerard x Hudson Mohawke

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Die Beats auf dem letztes Jahr erschienenen »Blausicht«-Album von Gerard waren allesamt der Wahnsinn. Derart vorwärtsgewandte, zwischen Trap Wave und Jersey Club oszillierende Produktionen sucht man hierzulande auch ein Jahr später noch vergebens. Wer wohl eine der großen Inspirationen für die »Blausicht«-Vision war? Hudson Mohawke natürlich. Wie wär’s also, Gerard mal über eine dieser HudMo-Joints rappen zu lassen? Gut wäre das!
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02 Ahzumjot x IAMNOBODI

Einer der vielversprechendsten MCs gemeinsam mit einem der vielversprechendsten Produzenten des Landes, die beide ihresgleichen suchen. IAMNOBODI könnte vielleicht »Schillerpromenade« noch mal etwas aufpimpen und Ahzumjot vielleicht sogar die einzelnen Spuren rüberschieben, damit der das Ganze in die Trap bugsiert, die Moët-Magnum aufpoppt, um dann schlussendlich im Migos-Flow Nüsse zu gehen. Nur so ein Vorschlag …
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03 eRRdeKA x stwo

Wir wissen aus erster Hand, dass der Eyeslow-Vorsteher die Cloud von Augsburg aus stets nach verhuschtem Trap Wave absurft. Vorschlag: stwo schubst Jay Prince von der »Stay On My Cool«-Collabo und E packt wieder ein paar ignorante Westberlin-Flows aus, yo. Und überhaupt: Blog-Kids, bei denen man jetzt nicht so genau weiß, ob man die Buchstaben im Künstlernamen jetzt groß oder klein schreibt, unter sich – das wär doch was.
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04 Rejjie Snow x Sinjin Hawke
Straight outta Dublin, crazy motherfucker named Rejjie Snow. Dessen ebenso eigensinniger und –ständiger Referenz-Rap zwischen Doom und Sweatshirt würde sich sicherlich gut auf ein paar barcelonischen Beats des Herrn Hawke machen. Die verstehen sich auch sicher künstlerisch super – die wissen beide, wie gut ein »i« nach einem »j« aussieht.
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05 Onra x Chefket
Der französische Produzent zaubert wunderschöne Beats wie zur besten »Chinoiseries«-Zeit und Chefket hat damit die perfekte Unterlage für seine Raps. Die Zwei teilen sich – perfekt passend zum Spektrum – einen breiten Inspirations-Horizont. Ein bisschen BoomBap und ein wenig Neunziger-R&B, Orient und Okzident. Chefket rappt und übernimmt gleich die gesungene Hook selbst.
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06 Teesy x AraabMuzik

Gut, der AraabMuzik müsste seine epochalen Griffeltrommeleien mal etwas runterschrauben. In Sachen Unterwasser-Trance-Synthies dürfte er seine Rolle dann aber gerne übertreiben. Weil: Wäre die perfekte Grundlage für Teesy, der sich nach einer Woche Proseminar erst mal drölf Kaltgetränke reinstellt, an der Bar festhält, den Mädels aus Rom und Paris hinterhergeiert und Zunge wie Hosenträger gleichermaßen schnalzen lässt.
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07 SSIO x Betty Ford Boys

Wie spricht man die Betty Ford Boys eigentlich in der Bonner Bi-Sprache aus? Bebitty Fobird Boybis? Ist ja auch egal, denn wenn dieses Rumpeldipumpel-Trias aus Brenk Sinatra, Dexter und Suff Daddy an ihren Geräten rüttelt, kommt ja bekanntlich allerfeinster Bummtschack herausgeplumpst. Und wer bietet sich an, um solch eine Kopfnicker-Komposition mit nonchalantem Tickersprech und Zeichentrick-Lyrics zu veredeln? Richtig, S-S-I-O. Ihr wisst schon, der mit mehr Testosteron als Sylvester Stallone.
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08 Hafbefehl x Neneh Cherry

Ob die Cherry weiß, wer der Babo ist? Nun, sie wird es bald wissen, wenn sie am Samstag Abend gleich nach Haftbefehl mit ihrer ROCKETNUMBERNINE-Band auf die Bühne geht. Hafti hat nämlich nach seinem Gig hinter der Bühne gewartet und kehrt noch einmal fulminant – gegen Ende von Neneh Cherrys Set – zurück. H.A.F.T. stimmt also »Julius Cesar« an, fragt Neneh, ob sie seine Kleopatra sein möchte, sie nickt, sagt »I’m your desert rose« und das Duett ist perfekt. Die toughe schwedische Britin und der samtweiche Frankfurter Babo – »Babo Stance« raw like sushi.

