STOP / LOOK / LISTEN #74

Diese Woche gibt’s neue Tracks von Joe Budden, PARTYNEXTDOOR, Gucci Mane, Desiigner und The Game, aber auch dem UZI MOB, Aloof: Slangin und Young Krillin sowie Fid Mella.

SLL74
Joe Budden drischt immer noch weiter fleißig auf den stichelnden Drake ein, PARTYNEXTDOOR wird Drizzy derweil vermutlich ein paar Dollar in die Taschen seiner OVO-Sweatpant spülen, Gucci Mane macht im Grunde genau die gleiche Musik wie im Knast, der UZI MOB hat Mittelfinger für deutschen Rap und Aloof: Slangin Young Krillin haben endlich »Salamanderschnops« veröffentlicht.

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  • Joe Budden »Just Because« (prod. AraabMUZIK)

    Mir wurde hier in den Kommentaren ja schon vorgeworfen, ich würde den Beef zwischen Budden und Drake absichtlich ignorieren und mich so schweigenderweise auf Drizzys Seite schlagen. Stimmt aber gar nicht. Ich halte Budden seit jeher für einen extrem guten Rapper und die Songs, die er bis jetzt gegen den 6 God losgelassen hat, waren allesamt amtlich. Aber: Es waren halt auch einfach vier Stück – und selbst wenn Drakes Sticheleien auf der French-Montana-Single »No Shopping« unnötig waren und vielleicht beim Delfinschwimmen mit Buddens Ex-Freundin was lief, ist’s jetzt auch mal genug.

  • PARTYNEXTDOOR »Not Nice«

    Einer der Vorwürfe von Budden: Drake bekommt seine Texte von Homie PND geschrieben. Ganz abgesehen davon, ob das stimmt oder nicht, muss man anerkennen, dass der 23-Jährige jede Menge Hits auf Lager hat. »Come And See Me« mit Drizzy oder jetzt eben das Fuego verbreitende »Not Nice«.

  • Gucci Mane »Richest Nigga In The Room« (prod. Zaytoven & Mike WiLL Made It)

    »Everybody Looking« ist draußen und wer denkt, dass sich ein Album von Guwop auch nur im Ansatz von einem Mixtape unterscheiden würde, hat sich gewaltig geschnitten. Auscheckenswert ist die Angelegenheit natürlich allemal!

  • DJ Khaled »Holy Key« feat. Kendrick Lamar, Big Sean & Betty Wright (prod. Cool & Dre)

    »Major Key« könnte jetzt langsam mal kommen, oder? Nach Premium-Content mit Drake sowie Jay Z und Future teased DJ Khaled hier vor dem Release noch mal fix mit »Holy Key« und vereint Kendrick Lamar, Big Sean, Betty Wright und vor allem auch Cool & Dre, die das Ding produziert haben, auf einem Track.

  • D.R.A.M. »Broccoli« feat. Lil Yachty (prod. D.R.A.M.)

    Manchmal braucht’s einfach nur einen Song über Kreuzblütengewächse, die als Metapher für illegale Rauchwaren fungieren und gut is’…

  • Vado »We Da Wave« feat. Cam'ron & Jeremih

    Nach »Slime Flu 5« wurde es ruhig um Cam’rons neuen BFF – vielleicht auch, weil da (wieder mal) von einer Diplomats-Reunion die Rede war und man Killa Cam zuletzt des öfteren mit Juelz Santana sehen konnte. Aber: alles gut. Cam und Vado sind immer noch cool und haben sich für »We Da Wave« noch Jeremih ins Boot geholt um ordentlich, nun ja, Welle zu machen.

  • The Game »Let Me Know« feat. Jeremih (prod. Bongo Da Drumgahd)

    Apropos Jeremih. Der macht gerade auch gemeinsame Sache – für eine gute Sache. Und zwar mit The Game. Nachdem Game sich jüngst bereits gemeinsam mit Snoop Dogg an der Seite der LAPD zeigte, gibt es mit »Let Me Know« noch mal eine akustische Auseinandersetzung mit den tragischen Toden von Philando Castile und Alton Sterling.

  • Desiigner »Timmy Turner« (prod. Mike Dean)

    Spätestens seit dem Freshman-Freestyle wartet die halbe Welt auf eine fertige Version von »Timmy Turner«. Die ist jetzt da und besser als das ganze letzte Mixtape.

  • MF DOOM »Gas Drawls« (prod. MF DOOM)

    DOOMs »Doomsday« gibt’s jetzt auf rot/schwarzem Vinyl. Dustooned hat dazu ein Video zu »Gas Drawls« animiert. Und DOOM hat jetzt sogar auch offiziell sein »Okay« dafür gegeben. #rapshit

  • UZI MOB »Doppelmord« (prod. Dj Cruzifix)

    »Doppel L, Doppel J, Doppel Y /
    Doppelmord, Doppelrap, Doppelfickdichdoch /
    Deine Crew will connecten und ich zück die Glock /
    Doppel L, Doppel J, Doppel Y
    «

    UZI MOB, das sind Luis Lone, James Jencon, Yaesyaoh & Dj Cruzifix. Gemeinsam hat die Supergroup in vier Tagen das Album »Schreie aus dem Keller« aufgenommen. Beats, die klingen wie allerfeinste »Gory Days«- und »Mystic Stylez«-Leftovers, ein bisschen WBM-Spirit und vor allem acht dicke Mittelfinger in Richtung Deutschrap-Szene und Lipsync-Videos der selbigen. »Schreie aus dem Keller« – der Titel ist vermutlich eine Hommage an den gleichnamigen Track von Blokkmonsta, Schwartz und UZI – kann man sich hier anhören, hier herunterladen und hier kaufen.

  • Aloof: Slangin x Young Krillin »Haazn & Henny« (prod. Lex Lugner)

    Young Krillin und Aloof: Slangin haben endlich ihr gemeinsames Tape mit dem Namen »Salamanderschnops« veröffentlicht – und das sollte man sich unbedingt anhören. Warum? Weil so liebevolle, detailverliebte, durchstrukturierte Umsonstveröffentlichungen heutzutage wirklich eine Seltenheit sind. Die beiden stylen sich hier über ganz unterschiedliche Beats, durch die unterschiedlichsten Rap-Epochen und -Genres. Genaueres erfahrt ihr schon ganz bald im Interview mit Young Krillin.

  • Hunney Pimp »i bin miad«

    Wenn wir gerade schon bei Österreich sind: Hunney Pimp macht einiges richtig in Sachen verspultem Lo-Fi-Rap – sowohl auf der Single »i bin miad« als auch auf dem Free-Download »Zum Mond«.

  • Fid Mella »Ich geh so rum«

    Bleiben wir doch noch ein bisschen da unten. Fid Mella hat gerade das grandiose Instrumental-Album »Å« veröffentlicht und sogar für umme auf YouTube gestellt.

  • Flizzy

    Auf Jan Wehn ist Verlass. Habe nie gezweifelt.