STOP / LOOK / LISTEN #35

Was musikalisch in den letzten Tagen im Internet los war? Jan Wehn weiß es. Er hat wieder gescrollt, geklickt, kompiliert und kommentiert.

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Young Thug nennt sein Debüt allen Ernstes »Tha Carter VI« und hat die ersten Songs daraus dabei, Rico Love träumt sich einen Stripclub ins Hotelzimmer, Ty Dolla $ign macht sich langsam aber sicher auf, einer der besten HipHop-Songwriter der nächsten Jahre zu werden, Xatar kommt auch ohne Mantelgimmicks gut klar und Die Orsons liefern richtig ab.

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  • Young Thug »Beat It« / »Halftime«

    Es ist offiziell: Young Thug wird sein Debütalbum allen Ernstes »Tha Carter VI« nennen. Ob es Wayne interessiert, dass sein, äh, Nachfolger das so dead serious durchzieht, ist nicht überliefert. Ist aber eigentlich auch egal. Denn Thugga Thugga released weiter fröhlich einen dopen Song nach dem anderen – so wie »Beat It« und auch »Halftime«, die beide auf »The Carter VI« zu finden sein sollen.

  • Lil Durk »Like Me« feat. Jeremih

    These: Jeremih ist so ein bisschen der neue Trey Songz, nur mit bisschen mehr Ecken und Kanten. Warum ich drauf komme? Weil der Dude jetzt schon seit ein paar Spielzeiten als Hookschlampe No. 1 herhalten muss. Macht er aber ganz gut. Hier mit dem kleinen Dirk auf einem ziemlich smoothen Nümmerchen.

  • Rico Love »Strip Club Pt. 2«

    Und wenn wir gerade schon dabei sind, nehmen wir noch den zweiten Teil von Rico Loves superschmieriger Stripclub-Fantasie mit rein. Der New-Orleans-Native und selbst ernannte »Number one tipper« wünscht sich nämlich eins ums andere Mal, dass in seinem Hotelzimmer ein oder zwei Ründchen an der Stange getanzt werden. Könnte ich mir gut im Remix vorstellen. Vielleicht mit dem Santana. Oder Drake?

  • Chief Keef »Dipset«

    Apropos Santana: Chief Keef und DJ Holiday arbeiten gerade an einem »Dedication«-Mixtape und wenngleich der Lachs noch kein Releasedate hat, macht Keef jetzt schon mal mit seiner ganz eigenen Haudruff-Version von Juelz und Cam’rons »Dipset« Lust auf mehr.

  • Earl Sweatshirt »Grief«

    Gerade haben wir uns von der neuen Kendrick erholt, da kommt schon Earl Sweatshirt binnen kürzester Zeit – etwas ungeplant – mit Ankündigung sowie Albumrelease um die Ecke. Hören kann man’s hier. Und zu sehen gibt es hier den düster-bedrückenden Clip zum grandiosen Lo-Fi-Track »Grief«.

  • J. Cole »G.O.M.D.«

    »2014 Forest Hills Drive« war wirklich ein gutes Album, das nicht die Aufmerksamkeit bekommen hat, die es verdient hätte. Auch wegen solchen Cuts wie »G.O.M.D.«.

  • Hudson Mohawke »Very First Breathe« feat. Irfane

    HudMo is back, aber sowas von! Nämlich so, dass die ganze Soundcloudproducer-Mischpoke sich und ihre dilettantischen Tüdelüdü-Throwback-Videospielbeats gehackt legen können. Das hier ist gleichermaßen breitbandiger wie edgy am beender Powerpop, der oben-, unten- und hintenrum richtig was auffährt und Bock auf das neue Album »Lantern« macht.

  • Wale »The Summer League« feat. Kanye West & Ty Dolla $ign

    Ty Dolla $ign, ne? Der Bursche wird seine Finger die nächsten ein, zwei oder vielleicht sogar drei Jahre überall mit drin haben und ordentlich mitmischen. Lasst es euch gesagt sein. Und dann sind hier in diesem Fall halt noch Kanye und Wale drauf.

  • Xatar »Iz da«

    »Leute flippen aus, weil der Brabus iz da / Leute ticken Braun, weil die Armut iz da…«

  • Prezident »Mount Average«

    Gerade noch bei uns im Porträt, jetzt schon bei SLL: »Mount Average« zeigt, dass Seelenstripteasesound mehr als nur Sierra Kidd sein kann. Ein ehrliches, echtes, authentisches und tiefgründiges Stück Musik.

  • Die Orsons »Schwung in die Kiste«

    Hands down: »What’s goes« ist für mich die Überraschung des Jahres. Ein richtig stimmiges und starkes Orsons-Album. Wurde im Jahr drölf der Karriere des Chaos-Quartetts auch mal Zeit. »Schwung in die Kiste« ist Hands-up-HipHop mit doppeltem Boden und enorm hoher Punchlinedichte. Und hinten raus ruft doch die Synchronstimme von Bruce Willis »Hey«, oder nicht?! Ach, auch egal. Hauptsache: KIIIIISCHDEEEEEEE!

  • MC Smook »Matchdaywelle«

    »Supersüß, wie ein kleines Eishörchen!« Nuff said.