Die 17 besten Tracks von und mit Edgar Wasser (vor der »Tourette Syndrom EP«)

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Wenn morgen Edgar Wassers »Tourette Syndrom EP«-LP erscheint, dann ist sie tatsächlich das Debütalbum des Münchners – bei der umfangreichen Diskographie aus EPs, Mixtapes und Exclusives kaum zu glauben. Ist aber so. Der Vollständigkeit halber hat Jan Wehn sich deshalb noch mal durch zig Freetracks und Features gewühlt, um die bis dato besten Tracks von Edgar Wasser zu kompilieren.

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  • Edgar Wasser »Promo oder Prostitution«

    »Ah yeah, der Sound für deine Laptopboxen / Wenn du mich magst, dann werden wir Facebook-Freunde / Aber ist nicht schlimm, wenn dir der Song nicht gefällt / Ich mein, dein Klick wird ja trotzdem gezählt.« Manchmal braucht’s halt echt nicht viel mehr als eine derart geistreiche Line auf diesem MeinRap.de-Exclusive, um alles zu sagen.

  • Edgar Wasser »Nahmean«

    Edgar dabei zuhören, wie er mit blonder Perücke und Sonnenbrille im Media Markt ein Fler-Album kauft und auf der Bühne mit Pfandmarken beworfen wird? Geht gut. Auf diesem Song aus der zweiten Freetrack-Compilation. Achso, wir wurden für diese Liste übrigens nicht mit Nazi-Gold bezahlt. Haben schwedische Forscher herausgefunden.

  • Edgar Wasser »Alles leuchtet«

    »Leuchtbuchstaben & Geisterschlösser« die EP, »Alles leuchtet« der Standout-Track schlechthin. Misanthropische Autogamie in Dessous inklusive.

  • Edgar Wasser »Du Sissy!« feat. Tufu

    Tufu am Beat und am Feature-Slot. Macht er auch beides ganz gut. Dumpfe Jazz-Versatzstücke und ein schleppendes Drumkit, dazu Vollsuff-Genörgel. Aber dann kommt Edgar um die Ecke und bringt mit Sätzen wie »Du bist personifiziertes Klatschen bei ‚ner Flugzeuglandung« Punchlines, die den Namen auch endlich mal wieder verdient haben.

  • Edgar Wasser »Wie ein Adler, dem man seine Flügel ausgerissen hat«

    Internetrapper-affinen Menschen dürfte das Sample schon von der Megamonsterkollabo »Untergrund Union« von Kollegah, Migo und Sunshine Boy aus dem Jahr 2005 oder von Freeways »Hear The Song« oder Nas und Quan kennen. Ist halt auch einfach zu gut, dieser Chic-Song, zu dem sich ganz wunderbar durch den Beat fliegen oder schwimmen oder flexen lässt.

  • Edgar Wasser »23.10.12«

    Merke: Wenn ein Datum draufsteht, ist beim Edgar auch mal was Ehrliches und Ernstgemeintes – in diesem Fall der sympathische Rückblick auf die bisherige Karriere und glückliche Fügungen – drin. Kommt nicht oft vor, aber wenn, dann… jedenfalls: Conscious-Cut No. 1.

  • Edgar Wasser »Was das Alien meint«

    Was macht eigentlich Jazzpotato so? Das »Was das Alien meint«-Instrumental von der »The Edgar Wasser Freetrack Compilation 2« ist in seiner Mischung aus Checkermuckermelodie und Preset-Drums so geil naiv-nerdig, wie wenige Deutschrap-Beats sonst. Wer mehr davon will kann’s ja mal hier oder hier auschecken.

  • Edgar Wasser & Cap Kendricks »Medizin«
  • Fatoni »An der Uhr« feat. Edgar Wasser

    Mit dem Segway durchs Autohaus swerven? Was Money Boy kann, können Fatoni und Edgar Wasser eh längst. Deshalb: rein ins Freund-und-Helfer-Kostüm und rauf aufs elektronisch angetriebene Einpersonen-Transportmittel.

  • Edgar Wasser »Geldjunge«

    Und wo wir schon bei Mr. Meisinger sind: Letztes Jahr gab’s ja diesen grandiosen Schlagabtausch zwischen dem Codein-Cobra-Crew-CEO und Eddy Aqua. Und während die erste Antwort »Geldjunge« noch einen Deut zu ernst daherkam, konnte man Edgar H2O auf »Geldjunge« dank angekratztem Ego endlich mal im Migos-Flow über was Trappiges hören und dem enttäuschten Tag-1-Fan des Baby Boss bei der Zerstörung desselben zusehen. Irre stark. Gerne mehr davon!

  • Edgar Wasser »Berchtesgaden«

    Wobei… »Berchtesgaden« klang auch noch mal nach dreckigstem Dirrty Dirrty.

  • Juse Ju »Übertreib nicht deine Rolle« feat. Fatoni, Edgar Wasser & Jilet Ayse

    »Alles nervt, ich sitz da vor meinem MacBook und suche einen guten Reim in meinem Blackbook. / Auf der aufgeschlagenen Seite ist kein guter Reim dabei, ich blätter‘ zurück im Buch – Backbook.«
    Punkt.

  • Miami Weisz & Edgar Wasser »Bester Rapper der Welt«

    Auf der »Es rappelt in der Kiste«-EP aus dem Jahr 2012 befindet sich der wohl fresheste Edgar-Representer, auf dem gleichzeitig noch ‚paar Watschen an den gewieften Systemkritiker Samy Deluxe und Flow-Leiher Kool Savas verteilt werden.

  • Edgar Wasser »Lost HDF«

    Ob das Video wirklich fürs HDF-Format produziert und tatsächlich abgelehnt wurde? Man weiß es nicht. Und ob die hektisch herumfuchtelnden Herren, die da wild schimpfend auf der Treppe stehen, vielleicht jeder irgendeinen Deutschrapprominenten verkörpern sollen? Man weiß es nicht.

  • Edgar Wasser »Bad Boy«

    Man muss nicht immer gleich seine Sprache gendern. Manchmal reicht auch so ein fresher Track wie »Bad Boy« aus.

  • Fatoni & Edgar Wasser »Check uns aus«

    Che-check, che-check! Che-check, che-check!

  • Maeckes »Olympia Puke« feat. Edgar Wasser

    Im ersten Moment würde man ja nicht unbedingt denken, dass jemand wie Edgar Wasser in jemandem wie Maeckes so etwas wie ein Idol sieht. Tut er aber. Folglich ist die Kollabo auch enorm gut – ganz ohne Orsons-Blödeleien und krampfhaft Kunstiges.

  • Edgar Wasser »Deutscher Rap« feat. Fatoni

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  • Fatoni & Edgar Wasser »Taschenlampe«

    »Erzähl mir nichts von Scheiße reden, ich kann so viel Scheiße reden / dass sogar Leute, die professionell Scheiße reden, sagen ich würde zu viel Scheiße reden / – aber die reden Scheiße.«

    Und den »Session«-Querverweis von Fatoni haben auch alle gecheckt, oder?

  • Elvid

    Einerseits nice, das sich jemand die Mühe macht Edgar die Aufmerksamkeit zu schenken die er zweifelsohne verdient, andererseits aber auch ein Bisschen enttäuschend, das vor allem aktuellere Tracks bevorzugt werden und außerdem weder die Stockholm-Syndrom, noch die _-EP mit einem Track repräsentiert werden.

  • Mörk

    gebe meinem Vorredner recht, aber was ist mit „Kunst“? zu Berlin-lästig für euch?