Die 15 besten Young-Thug-Songs im Jahr 2015 laut LGoony

Eigentlich ist jetzt auch mal gut mit dem Zurückschauen. Aber einen haben wir noch: LGoony blickt für uns noch einmal in den 2015er-Rückspiegel und macht darin seine 15 Favoriten von und mit Young Thug aus.

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»2015 war das Jahr von Young Thug. Niemand sonst war so oft in den News der amerikanischen HipHop-Newsportale vertreten – sei es wegen seinem außergewöhnlichen Kleidungsstil oder aufkeimendem Social-Media-Beef mit anderen Rappern wie The Game, Plies oder Chief Keef, Rich Homie Quan, Metro Boomin – und sogar seiner Verlobten. Für das größte Aufsehen sorgte natürlich die Fehde mit Thuggas großem Vorbild Lil Wayne: es fielen Schüsse auf Tourbusse und auch sonst wurde ordentlich gestichelt und kräftig provoziert.

Doch Thugga Thugga regierte nicht nur den Gossip-Teil von hotnewhiphop.com und Co., sondern brachte auch eine Menge Musik raus. Das gesamte erste Halbjahr leakten mehr Young-Thug-Songs, als andere Rapper in ihrer ganzen Karriere veröffentlichen. Danach folgten mit ›Barter 6‹ und zwei ›Slime Season‹-Teile drei Mixtapes – und weitere zehn (!) Projekte sind bereits angekündigt. In der folgenden Liste, für die ich eine Vorauswahl von 50 (!) Songs getroffen habe, liste ich meine 15 Young-Thug-Favoriten des Jahres 2015 auf.«

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  • 15. Young Thug »Halftime« (prod. by Kip Hilson)

    »Halftime« wartet mit einer der wohl einprägsamsten Lines des Jahres auf: »Everytime I dress myself it go motherfucking viral.« In der Tat zelebriert Young Thug einen sehr außergewöhnlichen Kleidungsstil: Von Strumpfhosen über riesige Pelzmützen bis hin zu Kinderkleidern und Tutus war auch dieses Jahr alles dabei und Thuggas Weirdo-Style schaffte seinen Weg immer und immer wieder in die Medien. Einige Rapper, unter anderem The Game, dissten Young Thug dafür auf Songs, in Interviews und in Fernsehperformances. Egal, fest steht: Thugga ist definitiv im Team Viral.

  • 14. Young Thug »Stunna« (prod. by Issac Flame)

    Dieser Track – oder zumindest die Catchphrase in der Hook – ist Thuggas Mentor Birdman aka Baby aka Stunna gewidmet. Auf mich wirken Young-Thug-Tracks immer wie eine Art Mindmap: Alles was ihm einfällt wird aufgenommen. Er hüpft von Thema zu Thema, ohne dass es einen logischen Zusammenhang gibt. Der Track erschien bereits früher im Jahr und fand deshalb seinen Platz auf dem ersten Tape der Leak-Verwertungsreihe »Slime Season«.

  • 13. Young Thug »Thief in the Night« feat. Trouble (prod. by C4 & Supah Mario)

    »Thief in the Night« war die erste Videoauskopplung aus dem im Oktober veröffentlichten »Slime Season 2«. Hier bilden Thugga und Trouble – einigen bestimmt aus der Atlanta-Doku von Noisey bekannt – ein Tag-Team und bringen abwechselnd kraftvolle Flows.

  • 12. Jamie xx »I Know There’s Gonna Be (Good Times)« feat. Young Thug & Popcaan (prod. by Jamie xx)

    Jahresbestenlistenliebling Jamie xx mit dem Sommerhit 2015. Ohrwurm-Hook, Ohrwurm-Flows und, klar, Ohrwurm-Adlibs. Thugger offenbart hier erstmals richtige Radiosuperstar-Ambitionen, spielte den Song auch während seiner Europa-Tour rauf und runter und hat ihn gemeinsam mit Jamie xx im Boiler Room in New York performt. Trotz des Erfolgs der Single schien Thug sich bei seinem Auftritt in London nicht an den Namen seines Song-Partners zu erinnern und taufte ihn kurzerhand in Johnny X um.

  • 11. Young Thug »Numbers« (prod. by London On Da Track)

    Eine weitere Stärke von Young Thug, neben Gute-Laune-Ohrwürmern und energetischen Flows, ist definitiv das Erzeugen von Atmosphäre. Auf »Numbers« singt er gefühlvolle Melodien über das Instrumental seines Dreamteam-Partners London on da Track. Das Ganze wird dann wiederum vom Text aufgebrochen. Die sanfte Melodie kollidiert mit Drohungen gegen die gesamte Familie des Hörers und Ansagen wie »Fuck nigga tripping / I get prison and fuck your father«. Einer meiner Favoriten von »Barter 6«.

  • 10. Rae Sremmurd »Throw Sum More« feat. Nicki Minaj & Young Thug (prod. by Mike Will Made-it & Soundz)

    Direkt im Januar des Jahres droppte das bereits stark erwartete Debütalbum von Rae Sremmurd, das gefühlt zu 99% aus Hitsingles bestand. Eine davon war »Throw Sum More«. Der Song wurde bereits 2014 veröffentlicht, aber der für die Albumversion aufgenommene Young-Thug-Part liefert einen neuen energetischen Höhepunkt.

  • 9. Young Thug »Spaghetti Factory« (prod. by Metro Boomin)

    Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, aber vergangenes Jahr wurden über 100 Young-Thug-Songs geleakt. Inzwischen scheint die Sicherheitslücke einigermaßen geschlossen zu sein. Aber unter den bisherigen Leaks waren definitiv einige Hits – so wie dieser hier, auf dem meiner Meinung nach eine unfassbare Chemie zwischen dem Instrumental von Metro Boomin und der Stimme von Young Thug entsteht!

  • 8. Young Thug »Power« (prod. by London On Da Track)

    »First you get that money, than you get that poweeeeer.« Schon wieder eine Hookline, die sich direkt ins Gehirn fräst. Schon wieder London on da Track. Definitiv eines der Highlights des ersten »Slime Season«-Tapes.

  • 7. Travi$ Scott »Maria I'm Drunk« feat. Justin Bieber & Young Thug (prod. by Allen Ritter, Frank Dukes, Maneesh, Mike Dean & Travis Scott)

    Auch wenn die Kritiker sich bei Travi$ Scotts Debütalbum »Rodeo« nicht immer einig waren, ist »Maria I’m Drunk« für mich einer der besten Kollabosongs des Jahres. Der erste Leak kam noch ohne den Verse von Justin Bieber aus und machte den Auftritt des Popstars auf der finalen Version noch überraschender. Darüberhinaus bilden Scott und Thug ein ähnlich gutes Team wie schon letztes Jahr auf den Songs »Skyfall« und »Mamacita« vom »Days Before Rodeo«-Mixtape.

  • 6. Metro Thuggin »Speed Racer« (prod. by Metro Boomin)

    Auch wenn das gemeinsame Metro-Thuggin-Album von Young Thug und Metro Boomin schon 2014 angekündigt wurde, ist es bis heute immer noch nicht erschienen. Dafür erblicken immer mal wieder Kollaborationen der beiden das Licht der Welt. Kurzzeitig dachte man mal, dass der aufbrandende Twitter-Beef der beiden das Projekt gefährden könnte – aber die beiden haben sich wieder eingekriegt und man darf weiter hoffen.

  • 5. Young Thug »Again« feat. Gucci Mane (prod. by London on da Track)

    Gucci Mane ist derjenige, der Thugga auf die Map gebracht hat. Gemeinsam hoppten Big Guwop und Young Thug schon auf weit über 50 gemeinsame Song und brachten zwei Kollabo-Mixtapes raus. Wenn Gucci im März wirklich aus dem Gefängnis freikommen sollte, ist zu erwarten, dass sich diese Serie fortsetzt.

  • 4. Young Thug »Check« (prod. by London on da Track)

    In einem Interview hat Young Thug erzählt, dass er seine Songs fast gänzlich freestyled. »Check« sei zum Beispiel entstanden, weil eine Assistentin ins Studio kam und Young Thug einen Scheck überreichte. Angeblich habe er direkt begonnen, »I got a check. I got a check.« ins Mikrofon zu singen.

  • 3. Young Thug »Because of Me« feat. Birdman (prod. by London on da Track)

    Neben Gucci Mane ist auch Birdman eine Art Mentor für Young Thug. Thug ist Mitglied in der von Birdman gegründeten Rich Gang. Unter diesem Namen brachten die beiden 2014 zusammen mit Rich Homie Quan das Mixtape »Rich Gang Tha Tour Pt. 1« heraus. Stunna wirkt auf den meisten Songs, auf denen er vertreten ist, allerdings etwas deplatziert und fordert oft zum Skippen auf. Dieser Song gehört nicht dazu. Vermutlich zum zweiten »Rich Gang Tha Tour«-Mixtape gehörend, leakte der Song Anfang des Jahres.

  • 2. Young Thug »Best Friend« (prod. by Ricky Rackz)

    Es wirkt fast ein bisschen unfair, was Young Thug da für erstklassige Produzenten um sich schart. Die harten Drums von Ricky Rackz passen perfekt zu Thugs förmlich auf dem Beat herumhüpfenden Flows, deren Variationen er nahtlos aneinanderreiht und dabei mal eben noch ein Adlib zum zentralen Element der Hook macht. Das dazugehörige Musikvideo könnte mehr random nicht sein und passt perfekt zum Song. Die Highlights: Thugga auf seinem eigenen Schoß und unter der Servierglocke.

  • 1. Young Thug »Beat it« feat. Jacquees (prod. by London on da Track)

    Um den Kreis zu schließen: »Beat it« leakte gleichzeitig mit »Halftime«, kam allerdings auf keinem der 2015er-Mixtapes von Thugga unter. Vielleicht ist es ja einer der »Hitunes«. Und ist das eigentlich nun Jacquees oder Jeremih? Egal. Der Song ist pure Perfektion: Erneut Klaviergeklimper von London on da Track, der auf Harmonizer-Adlibs und gesungene Flows von Young Thug trifft – einfach genießen.