12 Essentials von Chance The Rapper

Chance The Rapper ist auf Welt-Tournee und macht auch für einen Gig in hiesigen Gefilden Halt. Wir erinnern uns also an seine wichtigsten Songs seiner so kurzen wie mit Highlights gespickten Karriere.

Chance The Rapper
Chance The Rapper aus Chicago trägt viele Hüte – er hat das Mixtape wieder zurückgebracht, er war der erste Independent-Rapper, der bei Saturday Night Live auftreten durfte, er lässt das Grammy-Komitee an seinen etablierten Regularien zweifeln, er macht Filme und er erklärt den Tod der Majorlabel-Industrie. Allen voran ist er aber eine der interessantesten Figuren, die die HipHop-Szene in den letzten Jahren hervorgebracht und die sich auch über eine Minimalst-Halbwertzeit an der Oberfläche der Aufmerksamkeit gehalten hat.

Chance The Rapper ist ein Storyteller mit einer ganz eigenen Stimme, ein Rapper mit Künstlerambitionen, ein multitalentierter Hans-Dampf-in-allen-Gassen, freigeistiger Hallodri und Eigenbrötler – dabei sind all diese Punkte im allerbesten Sinne gemeint! Nicht dass man dieser Tage einen Grund bräuchte, um sich eine Auswahl der wichtigsten Songs von Chance The Rapper in Erinnerung zu rufen, aber hier sind zu seinem Tour-Stop in Deutschland zwölf Chance-The-Rapper-Essentials.

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  • Chance The Rapper »Pusha Man« feat. Lili K. & Nate Fox (prod. Nosaj Thing & CeeJ)

    Auch, wenn »Coloring Book« derzeit in aller Munde ist, darf man nicht vergessen, dass »Acid Rap« ein mindestens genau so gutes Mixtape ist. Für »Pusha Man« leierte Chance tatsächlich Nosaj Thing allerfeinste Rhodes-Zockereien aus den Rippen, referenzierte in Titel und Hook Curtis Mayfield und erzählte an der Seite von Lili K und Nate Fox vom Drogengeschäft in Chi-Town.

  • Chance The Rapper »No Problem« feat. 2 Chainz & Lil Wayne (prod. BassTracks)

    Fakt: »Coloring Book« ist eine Offenbarung und vereint Zwosechzehn-Zeitgeist mit der Energie des ersten Kanye-Albums und dem luftig-leichten Mixtape-Charakter zu einem der spannendsten Veröffentlichungen des Jahres. Ein Beispiel gefällig? Die Gospel-Großtat »No Problem«, für die Chance sich Unterstützung von den beiden ColleGrove-Kumpels 2 Chainz und Lil Wayne geholt hat.

  • Childish Gambino »The Worst Guys« feat. Chance The Rapper (prod. Childish Gambino & Ludwig Göransson)

    Auch wenn Chance The Rapper auf dem dritten gemeinsamen Song von ihm und Childish Gambino nur die Hälfte der Hook übernimmt, sei auf diesen Song hingewiesen. Einfach, weil er sich so perfekt in das Konzept von Glovers »Because The Internet«-Albumkonzept einfügt und die beiden mal wieder auf die bestmögliche Art und Weise harmonieren. Und: Das E-Gitarren-Solo gegen Ende ist sowieso Zucker!

  • Chance The Rapper »Favorite Song« feat. Childish Gambino (prod. Nate Fox)

    Apropos Harmonie: Auch auf »Acid Rap« war schon ein gemeinsamer Song der Herren Rapper und Gambino zu hören. Nate Fox flippt Betty Wright und die beiden Boys spitten Kauderwelsch am Fließband, dass es eine wahre Freude ist.

  • Kanye West »Ultralight Beam« feat. The-Dream, Kelly Price, Kirk Franklin & Chance The Rapper (prod. Swizz Beatz, Chance The Rapper, Kanye West & Mike Dean)

    Chance The Rapper hat nicht nur das Mixtape des Jahres, sondern auch einen Verse auf dem Album des Jahres – und das auch noch ganz am Anfang. Als Kanye West nämlich dieses Jahr das geniale »The Life of Pablo« droppte, war auch Chance The Rapper gleich auf dem ersten Song vertreten und ließ die Hörerschaft mit offenen Mündern dastehen.

  • Chance The Rapper Cocoa Butter feat. Vic Mensa & Twista

    Es gibt mittlerweile wirklich beängstigend viele Beispiele dafür, aber eine der großen Stärken von Chance ist, dass er sich auf Tracks mit anderen Rappern nie die Butter vom Brot nehmen lässt. Genau wie hier beim generationsübergreifenden Zusammentreffen mit den Chicago-Freunden Vic Mensa und Twista. Getting killed on his own shit? Nope, gibt’s nicht bei Chance!

  • Chance The Rapper »Juice« (prod. Nate Fox)

    »Juice« ist knapp vier Jahre alt. Aber immer noch eine wahre Freude, einen Rapper so positiv und happy rappen zu hören. Klingt jetzt erstmal schräg, wird einem aber nur noch bewusster, wenn man bedenkt, dass Chance im Video jovial durch die Straßen New York tänzelt. Wann hat das bitte das letzte Mal ein Rapper gemacht?!

  • Chance The Rapper »NaNa« feat. Action Bronson & Hannibal Burres (prod. brandUn DeShay)

    Manchmal braucht es nur zwei Ausnahme-Rapper, ein bisschen Nölerei und A-Tribe-Called-Quest-Gedächtnis-Bassline für einen grandiosen Track. Voilà, »NaNa«.

  • Chance The Rapper & The Social Experiment »No Better Blues« feat. The Social Experiment

    Die Spike-Lee-Referenz im Titel hätte es eigentlich gar nicht gebraucht für dieses inhaltlich tonnenschwere Gerät von einem Song. Kontemporärer Conscious Rap der Millenial-Generation kann nur genau so klingen.

  • SZA »Childs Play« feat. Chance The Rapper (prod. Dae One & XXYYXX)

    Man kann als Rapper einen Beat killen, aber man eben auch einen Beat killen. Da ist Chance ein Spezialist. So geschehen bei dem XXYYXX-Brett, das sich Top Dawgs SZA geschnappt hat, worauf Chance aber der eigentliche Star ist, auch wenn er es eben gar nicht sein muss. Und wie zuckersüß (SZA) und kratzig schräg (Chance) sich die beiden im Duett aus dem Song trällern… 

  • Lil B & Chance The Rapper »Free (Based Freestyle Mixtape)«

    Es ist unmöglich nur einen Track aus diesem Sammelsurium von Absurditäten und anderen Versatzstücken herauszupicken. Es sind sechs Tracks von Chance und Lil B, die sich stets zwischen den Polen von existenzialistischer Angst und dem von Lil B altbekannten, regenbogenfarbenen Frohsinn für die Welt bewegen. Based eben.

  • Chance The Rapper »Mixtape« feat. Young Thug & Lil Yachty (prod. CBMIX & Stix)

    »Mixtape« ist nicht der beste Song, den Chance je gemacht hat. Aber es ist ein Song mit Young Thug und Lil Yachty mit dem Titel »Mixtape«. Und mehr muss man im Zusammenhang mit Chance The Rapper eigentlich gar nicht mehr sagen!

  • Flizzy

    Der Part auf TLOP, Jesus. Im Zusammenspiel mit der Trompete von Donnie Trumpet. Alter. Aber kein „Summer Friends“? :( :( :(

    Mittlerweile die Wissenslücken zu Francis and the Lights geschlossen? Album gehört? Oder nur das Bon Iver-Feature und „My Citys gone“ mit Kanye in den Addlibs?

    http://farewellstarlite.com/